Für einige Menschen ist der Urlaub das Schönste, was es gibt – wenn nicht der Weg dorthin ein riesiges Problem für sie wäre. Gegen die Reiseübelkeit beziehungsweise Angst beim Autofahren oder Fliegen kann man jedoch einiges tun, sodass die Symptome zumindest erträglich sind. Panische Angst bei Auto- oder Flugreisen kann man mit speziellen Kursen, die zum Beispiel bei Fluggesellschaften angeboten werden, bekämpft werden.
Reiseübelkeit hat zwei Ursachen: Eine davon ist psychisch bedingt. Angst vor einem Unfall – unterbewusst – kann zum Beispiel die lang ersehnte Reise in den Schwarzwald mit der Übelkeit unterwegs überschatten. Die andere Art der Reiseübelkeit trifft meist Kinder, kann aber auch bei Erwachsenen noch auftreten.
Langeweile während der Fahrt kommt vor allem bei Kindern auf. Sie dürfen den Fahrer möglichst nicht stören, sollen sich angeschnallt still verhalten, und müssen sich mit Büchern, Spielen oder elektronischen Spielen die Reisezeit vertreiben. Kurvige Strecken, wie zum Beispiel Serpentinen im österreichischen Zillertal sind die denkbar schlechteste Kombination hierzu. Missverständnisse zwischen Gleichgewichtsorgan im Ohr und der Wahrnehmung durch die Augen lösen dann die Reiseübelkeit aus, die bis hin zum Erbrechen führen kann.
Nicht immer muss man aber die Kinder mit den müde machenden Reisetabletten ruhig stellen. Verzichtet man darauf, den Kindern Bücher oder andere Beschäftigungen zu reichen, sondern lässt sie weitestgehend in Fahrtrichtung nach vorne blicken, verringern sich die Probleme schon. Fettarme, leichte Kost vor der Abfahrt, der Verzicht auf Milchprodukte und regelmäßige Pausen tun ein Übriges. Die Reiseübelkeit zu akzeptieren, und als Teil der Reise – zum Beispiel durch mitgenommene Tüten für den Notfall – anzusehen, nimmt den Leidenden die Panik, etwas falsch zu machen – auch das ist ein psychologischer Effekt, der oftmals Wunder wirkt.

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