Urlaub mit Hund
Die Reisezeit ist für Tierhalter oft ein Problem. Viele Tiere können nicht in den Urlaub mitgenommen werden, so dass eine Versorgung zu Hause organisiert werden muss oder die Tiere nicht selten in Tierheimen landen. Bei Hunden ist prinzipiell die Möglichkeit gegeben, sie mit an den Urlaubsort zu nehmen, da Hunde sich, im Gegensatz etwa zu Katzen, eher an Menschen als an Orte gebunden fühlen und einen Ortswechsel meist als interessante Erfahrung erleben. Auch sind Hunde normalerweise zumindest kürzere Fahrten mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmittel gewohnt. Allerdings sind auch bei einem Hund viele Dinge zu bedenken, wenn er den Menschen in den Urlaub begleiten soll. Dabei sind vor allem der Urlaubsort, die Fahrt beziehungsweise der Flug und die Unterbringung zu bedenken.
Fernreisen sind für viele Menschen der Inbegriff eines Urlaubs. Wer mit seinem Hund verreisen will, muss bei Auslandsreisen allerdings beachten, dass es teilweise recht strenge Sicherheitsbestimmungen gibt. Dokumente wie ein Impfpass müssen normalerweise mitgeführt werden, wobei der Impfpass möglichst alle empfohlenen Impfungen lückenlos nachweisen sollte. Auch bei einem vorhandenen, vollständigen Impfpass müssen in eingen Staaten wie beispielsweise Großbritannien alle Tiere in Quarantäne, deren Dauer unterschiedlich lange sein kann. Vor Auslandsreisen sollte man sich daher immer informieren, welche Impfvorschriften und Quarantänebestimmungen es gibt, da eine Trennung vom Halter für den Hund normalerweise Stress bedeutet. Vor allem bei kürzeren Reisen ist daher abzuwägen, ob der Hund nicht besser zu Hause von einer vertrauten Person betreut werden kann. Dies gilt in besonderem Maße, wenn für das Erreichen des Reiseziels ein Flug benötigt wird. Hunde werden üblicherweise nicht im Passagierbereich, sondern als Fracht transportiert. Sie müssen daher, je nach Länge des Fluges, manchmal mehrere Stunden allein oder mit anderen Tieren zusammen in einer unvertrauten Umgebung verbringen. Damit dies einigermaßen stressfrei möglich ist, bekommen sie meist ein Beruhigungsmittel. Dennoch sollte man überlegen, ob dem Hund diese Strapaze zuzumuten ist.
Die Reise mit Auto oder Eisenbahn ist für den Hund normalerweise sehr viel angenehmer. Das Auto ist vielen Hunden vertraut, allerdings können auch Hunde reisekrank werden. Sie sollten daher vor der Fahrt nicht fressen und können gegebenenfalls auch ein Medikament bekommen. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass es im Auto nicht zu heiß wird. Notfalls sollte auf die Morgen- oder Abendstunden ausgewichen werden. Zudem sollten regelmäßige Pausen eingeplant sein, bei denen der Hund sich bewegen und etwas trinken kann. Wasser und eine Schale dürfen auf der Fahrt daher nicht fehlen. Eine Reise mit dem Zug sollten nur Hunde antreten, die an Menschen gewohnt und gut erzogen sind, da es sonst vor allem in überfüllten Zügen zu unangenehmen Situationen kommen kann. Leine und gegebenenfalls Maulkorb sind natürlich auch bei wohlerzogenen Hunden Pflicht.
In den meisten Hotels und in vielen Ferienwohnungen oder -häusern sind Tiere grundsätzlich nicht erlaubt. Wer seinen Hund mitnehmen will, sollte sich daher vor der Buchung erkundigen. Ansonsten gibt es auch in Tierzeitschriften oft Adressen für reisewillige Tierhalter. Neben der, nicht zu kleinen, Unterkunft sollte auch die Umgebung tierfreundlich sein. Schön sind Parks in der Nähe der Ferienwohnung, ein besonderes Erlebnis bieten auch Hundestrände.